Charterbedingungen für Bootsvermietung und Yachtcharter

Charterbedingungen:

Bootsvermietung oder Yachtcharter es braucht ein paar Regeln in Form von Charterbedingungen, damit es auch wenn mal was schief geht keinen Streit gibt, sondern eine schnelle Lösung. Dafür haben wir unsere Charterbedigungn für Sie erarbeitet.


CharterbedingungenDer Chartervertrag für die Bootsvermietung auf Basis dieser Charterbedingungen wird wirksam, wenn er vom Charterer und Vercharterer unterzeichnet bei uns vorliegt und die Anzahlung beim Vercharterer eingegangen ist.

30% des Charterpreises sind bei Vertragsabschluss fällig; die restlichen 70% müssen spätestens 8 Wochen vor Antritt der Reise auf dem Konto des Vercharteres eingegangen sein. Bei kurzfristigen Buchungen ist der gesamte Charterpreis sofort fällig.

Die nachstehenden Bedingungen sind Bestandteil des Chartervertrages. Mit der Buchung erkennt der Charterer diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen für sich und die mitreisenden Personen an. Alle Beschreibungen und Abbildungen sind unverbindlich und können vom Original abweichen. Änderungen sind vorbehalten.
Für die Genauigkeit der an Bord befindlichen Navigationsmittel einschließlich Karten wird keine Gewähr übernommen.

1.    Reservierung und Vertragsabschluss:

Die Reservierung erfolgt durch Übersendung eines vom Vercharterer unterschriebenen Chartervertrages an den Charterer. Der Vertrag ist auch dann seitens des Vercharterers gültig, wenn er durch ihn nicht unterschrieben versendet wird. Als Übersendung gilt auch die Übermittlung auf elektronischem Weg; als vom Vercharterer unterschriebener Chartervertrag gilt auch, wenn dieser die Unterschrift des Charterers als Faksimile trägt. Der Vertrag wird erst wirksam, wenn der vom Charterer unterzeichnete Vertrag binnen 8 Tagen nach Zugang beim Charterer dem Vercharterer vom Charterer unterschrieben wieder vorliegt und die Anzahlung auf dem angegebenen Konto des Vercharterers eingegangen ist. Andernfalls ist der Vercharterer berechtigt, die Buchung zu stornieren und die Yacht anderweitig zu vergeben.

Sollte es durch andere Umstände nicht möglich sein, den Vertrag rechtzeitig wie oben beschrieben, unterschrieben zurück zu senden, gilt in jedem Fall die protokolierte Übergabe der Yacht als Anerkenntnis und vollständige Erfüllung der Klauseln des Chartervertrages.

2.    Zahlungsbedingungen:

Es sind 30% des Charterpreises binnen 8 Werktagen nach Zugang des vom Vercharterer unterschriebenen Chartervertrages beim Charterer fällig. Maßgeblich ist das Datum der Gutschrift auf dem Konto des Vercharterers. Die restlichen 70% müssen spätestens 8 Wochen vor Antritt der Reise auf dem Konto des Vercharterers eingegangen sein. Bei kurzfristigen Buchungen (Charterantritt innerhalb von 8 Wochen nach Vertragsabschluss) ist der gesamte Charterpreis sofort fällig.

Kaution

Unabhängig von der Charterdauer, wird eine Kaution in Höhe von 1.000,-€ in bar direkt vor der Übergabe gezahlt. Kartenzahlung ist nur möglich, wenn dies dem Vercharterer mindestens am Vortag mitgeteilt wird. Für Kreditkartenzahlung wird ein Aufschlag von 2,75% fällig.

3.    Rücktritt des Charterers:

Kann der Charterer die Charter nicht antreten, so informiert er unverzüglich den Vercharterer. Stornokosten vor Charterbeginn: bis 6 Wo vorher 40%, bis 4 Wo 65%, bis 2 Wo 80%, ab 2 Wo 100%, zzgl. einer Bearbeitungsgebühr in Höhe EUR 50,-. Diese Stornokosten gelten auch für einen ggf. mitbestellten Skipper. Bis zum Vertragsabschluss durch Rücksendung des Chartervertrags und Zahlung der mindestens 30% Anzahlung können beide Seiten kostenlos und ohne Ansprüche an jedweden Schadenersatz zurücktreten.
Wir empfehlen dringend den Abschluss einer Reiserücktrittversicherung.
Wird das Schiff nicht rechtzeitig vom Vercharterer zur Verfügung gestellt oder kann dieser kein wertmäßig ähnliches Ersatzschiff einsetzen, so kann der Charterer Minderung für die Ausfallzeit verlangen oder vom Vertrag zurücktreten. Alle geleisteten Zahlungen aus diesem Vertrag werden dem Charterer zurückerstattet. Weitergehende Ersatzansprüche (z.B. Reise-, Übernachtungskosten, entgangener Urlaub, Reiseversicherungsprämie etc.) sind ausgeschlossen. Falls Teile der Ausrüstung während einer vorangegangenen Charter beschädigt oder verloren wurden, ohne dass vor Antritt der neuen Charter entsprechender Ersatz besorgt werden konnte, kann der Charterer aus diesem Grunde nicht vom Vertrag zurücktreten, es sei denn, das Schiff würde dadurch in seiner Seetüchtigkeit beeinträchtigt. Minderungsansprüche des Charterers bleiben dadurch unbenommen. Bei Rücktritt von Flügen gelten die Bedingungen der Fluggesellschaft.

4.    Pflichten des Vercharterers:

Der Vercharterer verpflichtet sich, die Yacht zum vereinbarten Termin in einwandfreiem, betriebsbereitem Zustand möglichst mit vollen Wasser- und Treibstofftanks sowie einem ausreichenden Gasvorrat nebst einer nach seinem Ermessen ausreichenden Ausstattung mit Geschirr, Bettdecken, Kissen, Rettungsmittel und weiterem Zubehör zur Verfügung zu stellen. Kartenmaterial befindet sich in der Regel an Bord, der Vercharterer übernimmt aber keine Gewähr für deren Aktualität! Bett- und Kissenbezüge einschl. Bettlaken sowie Handtücher bringt der Charterer selbst mit, sofern nicht anders beim Vercharterer beauftragt oder angeboten.

Zusatzausstattungen die bestellt werden, erheben keinen Rechtsanspruch auf vollständige Bereitstellung. Der Vercharterer hat die Yacht gegen Haftpflichtansprüche Dritter und Vollkasko versichert. Die Vollkaskoversicherung deckt sämtliche aufgrund höherer Gewalt, durch Strandung, Schiffbruch, Sinken, Zusammenstoß, Feuer- und Blitzschlag entstandene Schäden ab. Ausgenommen sind Schäden durch Eis. Der Eigenanteil (Selbstbeteiligung) des Charterers für einen etwaigen von der Versicherung gedeckten Kasko- oder Haftpflichtschaden ist beschränkt bis zur Höhe der im Chartervertrag vereinbarten Kaution- je Schadensereignis. Der Abschluss der vorgenannten Versicherungen bewirkt keine Haftungsfreistellung des Charterers für Schäden, die von der Versicherung nicht ersetzt werden. Es besteht kein Versicherungsschutz für vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführte Schäden.
Die vom Vercharterer abgeschlossene Versicherung haftet nicht bei Unfällen von an Bord befindlichen Personen und für Schäden an mitgebrachten Gegenständen sowie für den Verlust von zur Bootsausrüstung gehörenden Gegenständen. Der Charterer haftet für alle von der Versicherung nicht ersetzten Schäden, sofern eigenes Verschulden oder Verschulden seiner Crew oder seiner Gäste gegeben ist.

Sofern das Schiff nicht rechtzeitig vom Vercharterer zur Verfügung gestellt werden kann, berechtigt dies den Charterer nur dann zum Rücktritt vom Vertrag, wenn der Vercharterer nicht innerhalb von 24 Stunden bei einwöchiger Charterfrist und 48 Stunden ab 2 Wochen und mehr Charterfrist, ab dem vereinbartem Übergabezeitpunkt ein Schiff vergleichbarer Größe zur Verfügung stellen kann.
Sollte der Vercharterer infolge eines während einer vorangegangenen Vercharterung entstandenen Schadens, Sperrung von Wasserstraßen, Havarie, Streiks oder dergleichen oder anderer vom Vercharterer weder grob noch fahrlässig herbeigeführter Gründe nicht in der Lage sein, das Boot zum vereinbarten Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen, so ist er berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten oder binnen 48 Stunden ab Übergabezeitpunkt ein Schiff vergleichbarer Größe zur Verfügung zu stellen.
Im Rücktrittsfall wird der Mietzins zurückerstattet. Der Höhe nach bestimmt sich die Erstattung anteilig nach der Anzahl der Tage, die das Schiff dem Charterer nicht zur Verfügung steht (Division des Charterpreises durch Anzahl der Chartertage = Erstattungsbetrag für einen Tag). Weitergehende Schadensersatzansprüche des Charterers wegen Nichterfüllung sind ausgeschlossen, es sei denn, diese beruhen auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Vercharterers.

Die Verfügung über das Boot wird dem Charterer nach Einweisung zu demjenigen Zeitpunkt zuerkannt, indem er schriftlich anhand der Checkliste bestätigt, dass der Motor und das Boot im Allgemeinen betriebsfähig sind und das vorgelegte Übergabeprotokoll verglichen und unterzeichnet hat. Danach sind alle Einwendungen des Charterers betreffs Ausrüstung und Tauglichkeit des Bootes ausgeschlossen.

Vorhandene versteckte Mängel an der Yacht und an der Ausrüstung berechtigen den Charterer nicht, den Mietzins zu mindern, es sei denn, der Mangel war dem Vercharterer bekannt oder infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt. Falls Teile der Ausrüstung während der vorangegangenen Vercharterung beschädigt oder verloren wurden, ohne dass sofortiger Ersatz möglich ist, kann der Charterer vom Vertrag nur dann zurücktreten oder Minderung geltend machen, wenn das Schiff in seiner Seetüchtigkeit dadurch beeinträchtigt ist. Hilfsmittel wie Bug- und Heckstrahlruder sowie elektrischer Ankerwinsch wirken sich nicht auf die Seetüchtigkeit aus und sind dementsprechend ausdrücklich vom Rücktritts- und Minderungsrecht ausgenommen.

5.    Pflichten des Charterers:

  1. a) Der Charterer versichert, die Yacht nur von Personen führen zu lassen, die einen amtl. Sportbootführerschein –Binnen oder See-, einen Charterschein oder einen vergleichbaren amtl. Befähigungsnachweis vorlegen und über die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen verfügen, die für die Durchführung geplanten Törns erforderlich sind. Der Vercharterer behält sich das Recht vor, dem Charterer die Verfügung über die Yacht zu verweigern für den Fall, dass der Charterer nicht die vorausgesetzte Eignung gemäß der deutschen See- und/oder Binnenschifffahrts-Vermietungsverordnung besitzt. Ausdrücklich beinhaltet dies auch mangelnde Seemannschaft und Fähigkeit zum Führen des jeweiligen Schiffes. In diesem Fall wird der Chartervertrag zum Nachteil des Charterers aufgekündigt. Die in diesem Fall zu zahlende Schadensersatzleistung des Charterers gegenüber dem Vercharterer bemisst sich analog.

b.) Der Charterer verpflichtet sich, die Yacht wie sein Eigentum nach den Regeln guter Seemannschaft zu behandeln und zu handhaben. Den Vorschriften von Behörden muss Folge geleistet werden. Der Charterer ist im Fall einer Gesetzesübertretung, selbst unwillentlicher Art, den Behörden gegenüber persönlich haftbar. Der Charterer haftet für alle Schäden an Yacht und Ausrüstung, auch für Folge- und Ausfallschäden, die von ihm oder seiner Crew vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden und nicht von den Versicherungen reguliert werden. Der Charterer darf andere Yachten nicht abschleppen oder bergen und die Charteryacht nur nach vorheriger Rücksprache mit dem Vercharterer oder dem Versicherer schleppen lassen. Es besteht Nachtfahrverbot. Die Yacht darf auch nicht in Regatten und zur Ausübung von Gewerbe, wie Handel oder Transport oder gewerbsmäßigem Fischfang eingesetzt werden. Der Charterer verpflichtet sich, nur die Höchstzahl an Personen entsprechend der CE-Zertifizierung an Bord zu nehmen. Verstöße gegen die vorgenannten Verbote führen zum Verlust des Versicherungsschutzes. Im Fall grob fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführter und in den übrigen vorgenannten Fällen entstandenen Schäden ist die Haftung des Charterers nicht auf die Höhe der Kaution beschränkt. Darüber hinaus verpflichtet sich der Charterter:

a)Eine Grundberührung dem Vercharterer der Yacht sofort zu melden,

b)Bei Meldung schlechter Wetterverhältnisse (Wetterwarnung durch das Deutsche Hydrografische Institut für das aktuelle Fahrtgebiet) nicht mehr auszulaufen bzw. den nächstgelegenen Hafen oder eine sichere Ankerbucht aufzusuchen,

c)Die Yacht vor offener Küste nicht ohne Aufsicht zu lassen und sicherzustellen, dass sie bei drohender Gefahr sofort verholt werden kann;

  1. d) bei auftretenden Schäden während der Charter Schäden an der Yacht oder Ausrüstung den Vercharterer sofort telefonisch zu informieren, um mit ihm die Reparatur abzustimmen.

e)Alle Schäden an sowie Aufwendungen für abhanden gekommene Ausrüstungsgegenstände zu tragen, soweit nicht von einer Versicherung Ersatz geleistet wird. In diesen Fällen ist der Vercharterer berechtigt, bei Rückgabe der Yacht die Kaution ganz oder teilweise einzubehalten. Weitergehende Ersatzansprüche des Vercharterers werden dadurch nicht ausgeschlossen, zum Beispiel wenn eine Havarie oder vom Charterer zu vertretende Mängel verschwiegen worden sind und

  1. e) das Rauchverbot unter Deck zu beachten.

Der Charterer gibt die Yacht vollgetankt und mit entleerten Schwarzwassertanks zurück. Bei Überschreitung der vereinbarten Charterzeit verpflichtet sich der Charterer zur Fortzahlung des doppelten Charterpreises sowie sonstiger durch die Überschreitung entstehender Kosten. Sollte durch die Überschreitung eine Anschlusscharter verloren gehen, haftet der Charterer für den entstandenen Schaden.

6.    Übergabe / Rückgabe der Yacht

Übergabe und Rückgabe der Yacht in von Sachen des Charterers geräumtem Zustand erfolgt verbindlich zu den in der Auftragsbestätigung angegebenen Terminen, Uhrzeiten und Orten in besenreinem Zustand.
Bei der Rückgabe nimmt der Vercharterer eine Überprüfung der Yacht und seiner Einrichtung vor. Schiffszustand, Zustand und Vollständigkeit von Ausrüstung und Inventar werden anhand einer Checkliste überprüft und festgestellt. Der Vercharterer behält sich vor das Unterwasserschiff auf Schäden zu untersuchen. Die Geltendmachung von Ansprüchen, die auf nicht protokollierte Schäden oder Verluste zurückgehen ist dem Vercharterer unbenommen. Der Beweis für das Vorliegen nicht protokollierter Schäden oder Verluste obliegt dem Vercharterer. Er ist berechtigt, den dem festgestellten Schaden oder Verlust entsprechenden Betrag von der Kaution einzubehalten. Im Fall nicht sofort kalkulierbarer Schäden kann die volle Kaution bis zur endgültigen Schadensabwicklung einbehalten werden.

Wird das Schiff nicht pünktlich geräumt und zurückgegeben, so haftet der Charterer für den dem Vercharterer entstehenden Schaden mit mindestens 1 Tagessatz (= 1/7 des Wochenpreises). Einen höheren Schaden muss der Vercharterer dem Charterer nachweisen.

Bei Einwegfahrten kann in Folge unvorhersehbarer Ereignisse (Stornierung der vorherigen und nachfolgenden Gäste) aber auch durch höhere Gewalt durch den Vercharterer umgebucht oder sogar in eine Hin- und Rückfahrt geändert werden. Selbstverständlich wird dann ein Einwegzuschlag zurückgezahlt.

7.    Fahrtüchtigkeit der Yacht / Mängel unterwegs

Im Fall einer Störung hat der Mieter die Hinweise der mitgelieferten Bedienungsanleitungen des Charterschiffes und der Geräte genau zu befolgen. Nach sofortiger Meldung an den Vercharterer werden notwendige Reparaturen ausschließlich durch den Service des Vercharterers oder durch einen vom Vercharterer zu beauftragenden Dritten durchgeführt. Der Vercharterer akzeptiert keine Erstattung von Auslagen/Kosten, die der Charterer eigenmächtig veranlasst hat (zum Beispiel Reparaturen durch Fremdfirmen o. ä.).
Ein ersatzfähiger Schaden entsteht nur dann, wenn das Schiff durch eine Störung, bzw. durch einen Schaden für mindestens 12 Stunden nicht mehr benutzt werden kann. Für die Berechnung dieses Zeitfensters zählen nicht die Zeiten, während der ohnehin eine Benutzung ausgeschlossen war (z. B. Nacht, schweres Wetter). Ausfallzeiten von weniger als 12 Stunden – ab Eingang der Meldung beim Vercharterer – begründen keinen Schadensersatzanspruch, es sei denn, den Vercharterer trifft Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit.
Störungen an Radio, CD-Player, TV, Kühlschrank, Mikrowelle oder anderen Geräten sowie an Navigationsinstrumenten, Beleuchtung, Türgriffen und Schlössern, Scheibenwischern, elektrischen Ankerwinschen, Bug- und Heckstrahlrudern und Akku-Ladeeinrichtungen werden nicht als Störung angesehen, die das Schiff unbenutzbar machen. Diese Störungen begründen daher weder Anspruch auf Schadensersatz noch berechtigen den Charterer zu einer Minderung. Einsätze des Service des Vercharterers sowie Beauftragungen von Drittfirmen, die wegen vom Charterer oder seiner Crew selbst verschuldeter Schäden oder Störungen von Schiff und/oder Ausstattung (wie zum Beispiel Toilettenverstopfung durch Binden, Tampons, Papier, nicht ins WC gehörende Gegenstände etc.) erfolgen, sind kostenpflichtig. Es wird die ortsübliche Vergütung berechnet und der dieser entsprechende Betrag von der Kaution einbehalten. Kann der Charterer infolge einer Havarie während der Mietzeit keinen Gebrauch von der Yacht machen, so hat er keinen Anspruch auf Minderung des Mietzinses, wenn er die Havarie selbst zu vertreten hat. Ist der Mieter für die Havarie verantwortlich, hat er überdies für diejenige Zeit, in der die Yacht festliegt, und die die Mietdauer überschreitet, dem Vercharterer Ersatz zu leisten wie im Fall einer verspäteten Rückgabe der Yacht. Sollte ein kleiner Schaden die Weiterfahrt der Yacht nicht behindern, muss der Charterer den Vercharterer telefonisch benachrichtigen und bei selbstverursachten Schäden 24 Std. vor vereinbartem Ablauf der Charterfrist zurückkehren, um die Behebung des Schadens zu ermöglichen, damit die Nutzung für die nachfolgenden Kunden nicht verzögert wird.

8.    Abbruch der Charterreise

Ein Abbruch der Charterreise und Anspruch auf anteilige Rückzahlung des Charterpreises durch den Charterer ist nur möglich, wenn der Vercharterer einen Schaden der nicht vom Charterer zu verantworten ist, nicht innerhalb eines zumutbaren Zeitraumes in dem das Schiff nicht genutzt werden kann, beseitigen kann, oder die Yacht aus diesem Grund absehbar dauerhaft nicht fahrbereit sein wird. Zumutbar sind bis zu 25% der Reisedauer. Die Wiederherstellung der verkehrssicheren Weiternutzung ist bereits eine Beseitigung des Schadens, auch wenn Komponenten (z.B. Bug- und Heckstrahlruder usw.) nicht wieder funktionieren. Ein Abbruch aus diesen Gründen braucht immer eine Dokumentation, die vom Charterer und Vercharterer unterschrieben wird.
Ein Abbruch durch den Charterer aus eigenen Gründen führt zur Haftung für alle entstehenden Kosten den Vercharterers für die Rückholung des Schiffs und ggf. folgende Ausfälle.
In allen anderen Fällen, insbesondere wenn der Charterer den Schaden verursacht hat, trägt der Charterer alle Kosten die mit der Rückholung des Schiffes in Verbindung stehen, solange diese nicht durch eine Versicherung gedeckt sind. Einen Anspruch auf Rückzahlung aus dem Chartervertrag, sowie Schadenersatz für z.B. entgangener Urlaub, Unterbringung, Fahrtkosten usw. gibt es nicht. Wir empfehlen den Abschluss einer Reiseabbruchversicherung.

9.    Haustiere:

Haustiere sind an Bord nur mit Genehmigung des Vermieters gestattet. Die Mitnahme von Haustieren ist bei der Charterbuchung mit zu beantragen; der Vercharterer behält sich vor, einen Haustierzuschlag zu erheben.

10.  Parkplätze

An der Charterbasis Hamburg stehen Parkplätze ggf. kostenlos zur Verfügung. An anderen Übergabehäfen kann dies nicht sichergestellt werden.

11.  Einweisung

Der Vercharterer und der Chartergast verpflichten sich, an einer ausführlichen Einweisung unter gleichzeitiger Kontrolle aller technischen Funktionen und Prüfung des Vorhandenseins aller Ausrüstungsgegenstände ohne Zeitdruck teil zu nehmen und ein Protokoll darüber zu unterzeichnen. Damit bestätigt der Chartergast die ordnungsgemäße Übergabe der Yacht nach Maßgabe des Protokolls. Eine Probefahrt wird bei Bedarf durchgeführt.

12.  Fahrgebiete:

Äußerste Begrenzung:

Westlich 20 Seemeilen vor der Küste, sowie Helgoland
Nördlich Südliche Spitze Norwegens

Östlich

20 Seemeilen vor der Deutschen Küste, grade Nord- Süd- Linie über Swinoujscie
Südlich Eine Linie von Amsterdam, Essen, Kassel, Dresden, Frankfurt an der Oder

 

Grundsätzlich ist das Befahren Polnischer Gewässer untersagt.

Dieses Revier darf nur mit Zustimmung des Vercharterers überschritten werden.

Der Charterer hat sich ggf. vorab über die jeweiligen Pegelstände zu informieren. Mit Unterzeichnung des Chartervertrages bestätigt der verantwortliche Schiffsführer ausreichende Revierkenntnisse.

13.  Fernsehen

Sofern Yachten mit Fernsehgeräten ausgerüstet sind oder auf Wunsch mit Fernsehgeräten ausgerüstet werden (soweit angeboten) besteht aufgrund teilweise örtlich gegebener schlechter Empfangsmöglichkeiten kein Anspruch auf Empfang . Es wird kein TV-Empfang garantiert. Dies gilt ebenfalls und insbesondere für die installierten DVBT2 Geräte.

14.  Endreinigung

Am Ende der Charterreise muss das Schiff in einem ordentlichen Zustand (besenrein) abgeliefert werden. Die Endreinigung ist in „normalem“ Umfang im Charterpreis enthalten. Nicht enthalten sind Beseitigungen von Verstopfungen, Fäkalien und Essensreste jeglicher Art an jeglichem Ort, Abwaschen und Müllentsorgung.

An Bord sollten Bordschuhe getragen werden oder weiche Turnschuhe, möglichst ohne schwarze Sohlen. Verschmutzungen durch schwarze Sohlen, werden gesondert entfernt und berechnet.

15.  Gerichtsstand und Erfüllungsort

Gerichtsstand und sonstiger Erfüllungsort ist Hamburg. Es gilt ausschließlich deutsches Recht. Nebenabreden bedürfen der Schriftform. Sollten Teile dieses Vertrages ganz oder teilweise rechtsunwirksam sein oder werden, so berührt dies nicht die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen. Solchen falls wird die unwirksame Bestimmung ersetzt durch eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der ungültigen Regelung möglichst nahekommt.

16.  Datenschutz

Sofern innerhalb des Internetangebotes die Möglichkeit zur Eingabe persönlicher oder geschäftlicher Daten (E-Mail Adressen, Namen, Anschriften) besteht, so erfolgt die Preisgabe dieser Daten seitens des Nutzers auf ausdrücklich freiwilliger Basis. Die Daten werden vertraulich behandelt, es erfolgt keine Weitergabe an Dritte und dient lediglich zur Abwicklung und Information der Kundenanfrage.

 

Anlagen:

Download PDF