Wattwandern mal anders

Unsere Empfehlung,  das Wattwandern einmal ganz anders zu starten!

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Seit 1987 ist das Befahren des Wattenmeers durch die Einrichtung des Welt-Biosphären-Reservates für Sportbootfahrer stark eingeschränkt. Wer sich aber an die Regeln hält und vor allem der Tierwelt ihre Bereiche lässt, wird eine unvergessliche Zeit in einer einmaligen Landschaft erleben.

Landschaft? Passt nicht wirklich, denn die gibt es ja nur alle 12 Stunden für ein paar Stunden, ansonsten ist man ja mitten auf der Nordsee.

Wattwanderung

Los geht es in Hamburg, von wo aus Sie es gut mit einer Tide bis Glückstadt, Brundbüttel, Neufeld oder Freiburg schaffen.

Hinter Cuxhaven haben Sie die Qual der Wahl: Backbord Richtung Scharhörn und weiter Richtung Wangerooge oder Steuerbord in Richtung Trischen und St. Peter-Ording.

Ost- oder Nordfriesland – die Entscheidung ist reine Geschmackssache, aber die andere Richtung können Sie dann ja im nächsten Jahr ausprobieren…

WattwanderungIm Wattenmeer gilt: Gefahren werden muss hier streng nach Seekarte, um nicht in die für Sportboote verbotenen Bereiche einzulaufen. In unseren Bordunterlagen finden Sie dazu alle nötigen Informationen. Wer plant, mal eine Tide auf dem Watt auszusetzen und sich trockenfallen zu lassen, darf dies nur an einigen ausgewiesenen Stellen tun. Es ist aber genug Platz da, damit man die Ruhe da draußen wirklich genießen kann. Unsere Greenline 33 hat zwei kleine Kiele, die die Yacht beim Trockenfallen senkrecht halten. Bedenken Sie aber immer, dass das Boot dafür nicht gebaut wurde. Große Bewegungen an Deck können dort Schaden anrichten, für den Sie dann aufkommen müssen. Wenn man sich aber ein wenig vorsichtig bewegt, steht diesem unglaublichen Erlebnis nichts im Wege. Entfernen Sie sich bitte nicht mehr als 100 Meter vom Schiff. Das Watt ist tückisch und das auflaufende Wasser kommt so schnell, dass man nur so weit weg sein sollte, wie man nötigenfalls auch schwimmen kann.

Lassen Sie den im Watt ruhenden Tiere ihren Frieden. Faustregel: Wenn eine Robbe den Kopf hebt, sind Sie zu nah dran. Gleiches gilt, wenn Vögel auffliegen.

Nach Norden sind die Hallig Hooge, Föhr und Amrum beliebte Ziele und je nach Witterung und Fahrspaß kann auch in Hörnum oder List auf Sylt festgemacht werden.

WattwanderungGanz egal, welche Ziele Sie sich gesetzt haben. Für Wattenfahrten müssen Sie immer den Tidenkalender parat und das Wetter für die geplante Route gut im Blick haben. Und behalten Sie auch im Blick, dass sie ein paar Tage später dieselbe Strecke zurückfahren müssen!




 

Wattwandern
Minimale Fahrzeit 7 Tage
Empfohlene Fahrzeit 14 Tage
Fluß- und Kanaltage 40%
Seetage 60%
Schleusen 2
Anspruch mittel
SBF See

Revierlatein:

Sie starten auf der “Dove Elbe” oder direkt aus dem Yachthafen der neuen Hafen-City.

Die Dove-Elbe ist ein durch eine Schleuse abgetrennter Nebenstrom der Elbe – bei jedem Wetter gut befahrbar und für den ersten Tag an Bord eine gutes Trainings-Revier. In ca. 1, 5 Stunden und der Durchfahrt einer Schleuse können Sie direkt im Stadtkern von Bergedorf festmachen und problemlos im Bergedorfer Einkaufszentrum alles besorgen, was das Herz begehrt und die Reise schöner macht. Wenn Sie noch unsicher sind, begleitet Sie gerne ein Mitarbeiter von uns und weist Sie während der Fahrt in Ihre Yacht ein.

Der Hamburger Hafen ist durch die viele Berufsschifffahrt immer ein wenig “kabbelig”, aber das fällt durch die vielen Sehenswürdigkeiten meistens gar nicht großartig auf. In den Hafenbecken, auf der Süderelbe und nach dem Passieren des Köhlbrand ist es dann wieder ruhiger. Man kann aber auch schummeln, und erst ein paar Kilometer elbaufwärts laufen und dann steuerbord auf die Süderelbe abbiegen. Hier gibt es keine Wellen, und wer mag, macht einen Abstecher in den wunderschön sanierten Harburger Binnenhafen. Nach der Köhlbrandbrücke erreicht man wieder den Hauptstrom.

Bei Westwind mit mehr als 5 Windstärken ergeben sich kurze nicht sehr hohe Wellen von vorne. Da die Elbe hier Tidengewässer ist, gibt es immer einen Unterschied, ob der Wind gegen die Tide oder mit der Tide weht.

Mit der Tide fahren macht Sinn! Stellenweise läuft der Strom mit 4 Knoten. Da kann man “mit” schon schnell reisen und “dagegen” ungewollt entschleunigt werden.

Elbabwärts gibt es nach dem Passieren der Airbuswerke die Möglichkeit, hinter dem Neßsand geschützt und ohne Berufsschifffahrt bis auf Höhe des Wedeler Yachthafens zu fahren.

4 Kilometer auf der Hauptelbe, und schon kann man hinter dem Lühesand entspannt die Fahrt genießen.

3 Kilometer später, auf der Steuerbordseite (elbabwärts gesehen), geht es in das Dwarsloch (eigentlich Haseldorfer Nebenelbe), durch das man gute 6 Kilometer parallel zum Hauptstrom hinter dem Pagensand rauskommt. Vorsicht, diese Durchfahrt fällt bei Ebbe komplett trocken! Man sollte hier nur zwischen ca. 2 Stunden vor und nach dem Hochwasser fahren.

8 Kilometer geschützt hinter dem Pagensand später, erreicht man wieder den Hauptstrom, den man ca. 5 Kilometer später wieder verlassen kann, um hinter der Rhinplatte an Glückstadt vorbei zu fahren.

Jetzt kommt das längste Stück Hauptstrom bis Brunsbüttel. Erst Nord-West, dann West. Bei Westwind-Wetterlagen mit mehr als 4 Windstärken wird es hier kabbelig. Da die Greenline 33 genau für solche Verhältnisse gebaut wurde, werden Sie nicht viel davon merken.

Direkt  hinter den beiden Schleuseneinfahrten (mit je 2 Schleusen) geht es an Steuerbord in den alten Brunsbütteler Yachthafen. Anlaufen sollte man den aber nur je 5 Stunden vor und 4 Stunden nach Hochwasser, denn bei Ebbe fällt dieser Hafen fast trocken.

Gleiches gilt für den idyllischen Hafen von Freiburg an der Elbe, wo übrigens unser Oldtimer-Segler – die Arctos – 1953 gebaut wurde, und für den Hafen von Neufeld. Bei der Suche nach der Fahrrinne von Neufeld behalten Sie unbedingt GPS und Echolot im Auge. Ab Prickenreihe reicht es, immer schön in der Außenkurve zu bleiben.

 

 

 

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