Ostsee Schnuppertörn

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Der Ostsee Schnuppertörn führt Sie von Hamburg die Elbe rauf bis Lauenburg, durch den Elbe-Lübeck-Kanal, über Mölln, Lübeck und Travemünde nach Niendorf.

Ein eOstsee Schnupper Törnntspannter Törn, mit einigen einfachen Schleusen und Unmengen zu gucken.

Von der Charterbasis aus erreicht man in ca. 2 Stunden die Schleuse Geesthacht und nach dem Schleusen in 30 Minuten Lauenburg und damit den Eingang zum Elbe-Lübeck Kanal.
Vor der Schleuse kann man an Steuerbord festmachen. Bei Wassermangel, so wie in diesem Sommer 2015, kann es zu Wartezeiten bis zu 2 Stunden kommen, weil möglichst Konvois mit mehreren Booten gesammelt werden. Danach wird man dann von Schleuse zu Schleuse durchgereicht und kommt in der Regel (beim Einhalten der Geschwindigkeit von 10 km/h) bei Grün an der nächsten Schleuse an.

Nach ca. einer Stunde ist man bei der Schleuse Witzeeze und 2,5 Stunden danach in Mölln.

Am schönsten und am nächsten zur historischen Altstadt liegt man im Hafen des WSV-Mölln. In der Hafenmeister-Kneipe gibMöllnt es sogar Frühstück gegen Vorbestellung und ein paar kleine rustikale Snacks à la carte. Gleich um die Ecke lockt ein leckerer “Italiener”, das L’Altro Mondo,  unter anderem mit ausgesprochen leckeren selbstgemachten Nudelspezialitäten.

Weiter geht es zur ca. 30 Minuten entfernten Donnerschleuse und damit wieder abwärts. Achtung – per Definition ist festgelegt, dass man bereits am Lauenburg „abwärts“ fährt.Donnerschleuse

Schon 25 Minuten kommt die Schleuse Behlendorf. Bei „Neustart“ kommt es dann auch wieder zu Wartezeiten bis ein Konvoi zusammengestellt ist. Manchmal ergibt sich der schon durch Abmachungen im Hafen am Vorabend. Nach nur rund 20 Minuten an der Schleuse Berkenthin. Noch einmal je ca. 30 Minuten zur Schleuse Krummsesse und danach zur Schleuse Büssau – und der Schleusen-Marathon liegt hinter einem.
Freie Fahrt nach Lübeck, Travemünde, Niendorf – und wo immer Sie hin wollen.

LübeckEin paar Kilometer und Kurven noch und die imposante historische Skyline von Lübeck kommt in Sicht. Fahren Sie am besten links durch den Schleusengraben und damit mitten durch die Stadt. Am Ende des Stadtgraben können Sie scharf steuerbord in die Trave einlaufen und ein ganzes Stück zurück nunmehr direkt an den historischen Altbauten und dem Holstentor fahren. Marinas gibt es hier keine, aber Möglichkeiten an der Kaimauer festzumachen.

Weit geht es auf der Trave Richtung Travemünde. Zwar gibt es an der Teerhof-Insel viele kleine Häfen und Werften, aber leider verläuft bei allen die A1 oberhalb und verbreitet dementsprechend Straßenlärm.

Pötenitzer Wiek und Dassower See laden zum Ankern ein. Achtung, Naturschutzgebiet beachten.

Auf der Trave hat man nun Travemünde mit seinen vielen Angelegemöglichkeiten erreicht. Es ist Geschmackssache, ob man in der Marina Baltica, der Fischereihafen-Marina an Backbord, im Hafen der Seniorenanlage Rosenhof oder dem Passathafen festmacht.

Wer „mittendrin“ lieber mag, kann auch direkt an Backbord einen freien Platz an der Travepromenade finden.

Unser Tipp: Gleich nach Niendorf weiterfahren! Aus der Trave auslaufend erreicht man die Lübecker Bucht. Bei Nord-Ost und Ost kann hier schon mal ordentlich Seegang auftreten, der aber in der Regel aus langen Wellen besteht.

Jetzt gilt es, den GPS-Plotter im Auge zu behalten und sich an Backbord an der 5 Meter Wassertiefe-Linie zu halten. Wenn das Ufer dann nach Westen abknickt, muss man noch ein gutes Stück Nord laufen um frei von den steinigen Sandbänken zu bleiben. Um die „Ecke rum“ kommt Niendorf in Sicht. Man fährt gut frei vom Ufer bei 5-8 Meter Wassertiefe, bis die Hafeneinfahrt 90° an Backbord ist. Jetzt auf die rote Tonne zufahren, diese an Backbord lassen und das sehr schmale Tor mit der kleinen grünen Tonne passieren. Ein weiteres Tonnen-Tor liegt noch direkt vor der Hafeneinfahrt –und es ist geschafft. Gleich vorne links ist der Hafen des Segler Verein Niendorf. Hier ist selten Platz für Gäste, aber der Hafenmeister Uwe Benthien (Tel.: 04503 86769) hat hier sein Büro. Wenn man den von der Anreise aus anruft, kann man oft schon einen Platz hier oder im Kommunalhafen genannt bekommen.

Die beiden Häfen an der Steuerbord-Seite sind auch sehr schön, aber vom Niendorfer Leben recht abgeschnitten.

Nun hat man die Qual der Wahl. Erstmal entspannt bei feinstem Chillout-Jazz bei der “Riff Strandbar” im Sand sitzen, dann entweder extrem lecker in der “Fischkiste” schlemmen (während der Saison unbedingt Tisch resevieren! Strandstraße 56, 23669 Timmendorfer Strand, Tel: 04503 31543), oder bei der Hafen-Räucherei wie bei Gosch, „nur besser“, extrem leckeren Fisch und gute Weine „auf die Hand“ und dann mit gut gelaunten Menschen direkt am Hafen an gemütlichen Tischen speisen. Übrigens hat das “Seaside” sich auf Bezahlbares besonnen und bietet Frisches und Leckeres mit tollem Blick auf den Strand.

Man kann in Niendorf hängenbleiben und ein paar Tage Strand, Menschen und Ruhe genießen. Von dort vielleicht mal an der Promenade lang nach Timmendorf spazieren oder radeln zum Bummeln, Leute gucken oder auf ein leckeres Abendessen im Holsteiner Hof beispielsweise. Übrigens: Die Einkaufsmöglichkeiten in Niendorf sind mit einem recht spärlich ausgestatteten Edeka eher bescheiden. Direkt vor dem Kommunalhafen befindet sich jedoch eine Bushaltestelle, es verkehrt stündlich ein Bus nach Timmendorf ZOB direkt vor dem Supermarkt “famila”.
Man kann aber auch weiter nach Neustadt oder Grömitz schippern und von dort in aller Ruhe wieder über den Elbe-Lübeck Kanal zurücktingeln. Dabei empfehlen wir gerne, noch einmal in Lauenburg festzumachen und einmal durch die Altstadt direkt an der Elbe zu schlendern.

Die Reise eignet sich wunderbar für eine 7-Tage-Tour ; es bleibt ausreichend Zeit für Hafentage dort, wo es einem am besten gefällt. Dass man dabei den Elbe-Lübeck Kanal gleich zweimal fährt, macht überhaupt nichts. Der interessante Wechsel der Landschaft und die vielen Facetten der Natur wirken immer wieder neu. Und die vielen Schleusen lassen eh keine Langeweile aufkommen…

Ostsee Schnuppern
Minimale Fahrzeit 5 Tage
Empfohlene Fahrzeit 7 Tage
Fluß- und Kanaltage 90 %
Seetage 10 %
Schleusen  9
Anspruch leicht
SBF See und Binnen

Revierlatein:

In der Lübecker und Neustädter Bucht hängt der Wellengang sehr stark vom vorherrschenden Wind ab. Nord- und östliche Winde lassen lange Welle ungehindert einlaufen, während westliche und südliche Winde auch bei größeren Stärken kaum Seegang erzeugen.

Die Trave bis Lübeck wird auch von der Großschifffahrt genutzt, ist aber meistens so breit, dass man sich gut aus dem Wege gehen kann.

Im Lübecker Hafen ist eine Klappbrücke, die auch geschlossen durchfahren werden kann. Allerdings ist dies während des Klappvorgans verboten, was durch ein weißes Licht angezeigt wird.

Der Schleusengraben darf mit maximal 3,5 Knoten durchfahren werden.

Der gesamte Elbe-Lübeck Kanal erinnert von der Landschaft an die Havel.
Die insgesamt 7 Schleusen auf 62 Kanal-Kilometern sind leicht zu befahren. Man findet gut Halt an den Leitern. Die Schleusenströme sind überraschend gering.

Durch die Konvoi-Bildung entstehen Wartezeiten nur jeweils zu Fahrtbeginn, danach sind die Schleusen in der Regel bereits offen und „grün“, so dass keine Wartezeiten mehr entstehen.

Auch nach dem Ausschleusen auf die Elbe ist man noch nicht wieder im Tidengewässer. Die Elbe fließt hier, abhängig von Jahreszeit und Regen, mit ca. 3 Kilometern pro Stunde flussabwärts.

Achtung! Unbedingt im Fahrwasser bleiben! Je nach Pegelstand befinden sich Findlinge direkt unter der Wasseroberfläche.

Erst nach der Schleuse Geesthacht gelangen Sie wieder auf dem Tidenstrom, der sich bis Hamburg bei jedem Wetter entspannt befahren lässt.

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